Methodenkonzept


Im Unterricht wenden wir vielseitige Lernmethoden an. Einzelheiten erfahren Sie in unserem Methodenkonzept zur Förderung der eigenverantwortlichen und kooperativen Lernformen..


Konzept zur Förderung

der eigenverantwortlichen und kooperativen Lernformen an der Städt.Realschule Golzheim


Inhalt

 

1.      Grundlegende Bemerkungen zum Methodenkonzept. 3

2.      Umsetzung des Methodenkonzepts. 3

3.      Übersicht des Methodenkonzepts. 6

4.      Erklärungen und Materialen zu den Methoden. 9

5.      Fortbildungen. 9

6.      Evaluation. 9

 

 

 


 

 

 

1.      Grundlegende Bemerkungen zum Methodenkonzept

Das Methodenkonzept der Städt. Realschule Golzheim gibt einen Überblick, in welcher Klasse und in welchem Fach die jeweilig ausgewählten zentralen Methoden eingeführt werden. Im Text beinhalten die Bezeichnungen „Schüler“ oder „Lehrer“ immer beide Geschlechtergruppen, d.h. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer.

Die grundsätzliche Frage des Methodenkonzepts lautet: Welche Kompetenzen müssen die Schüler als Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt erwerben?

Von Schülern wird nach ihrer Schulzeit verlangt werden, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und sich neues Wissen in immer kürzerer Zeit anzueignen. Dazu sind Arbeits- und Lerntechniken nötig, die den Schülern frühzeitig vermittelt werden müssen. Sie müssen lernen, sich selbstständig mit Inhalten auseinanderzusetzen und müssen ebenfalls reflektieren, welche Inhalte für sie und ihre biografischen Bedingungen und Hintergründe wichtig sind und wo sie diese Inhalte finden können. Weiter ist es von großer Bedeutung, dass sie diese gefundenen Inhalte anderen kommunizieren können, d.h. Methoden zur Informationsgewinnung und -verarbeitung, Präsentationsmethoden, Kommunikationstechniken und Lernmethoden sind heute unverzichtbare Bestandteile der schulischen Ausbildung.

Durch das Methodenkonzept sollen die Schüler in ihrer eigenen Lernplanung gestärkt werden. Sie sollen dadurch immer komplexer werdende Aufgaben selbstständig und in Partner- und Teamarbeit lösen können. Daher versteht man unter eigenverantwortlichem Lernen sowohl das Erlernen von Arbeitsformen wie z.B. lesen, unterstreichen, strukturieren, nachschlagen, erkunden, befragen, vortragen… als auch Organisationsformen/kooperative Lernformen wie z.B. Partner- und Teamarbeit, Projektarbeit, Wochenplanarbeit…. Die einzelnen Arbeitsformen bilden die Grundlage für ein erfolgreiches Arbeiten in verschiedenen Organisationsformen.

Die Schüler sollen durch vielfältige Methoden als Handelnde im Mittelpunkt stehen. Dadurch sind die eigenverantwortlichen und kooperativen Lernformen ein Gegenpol zu einem rein lehrerzentrierten Unterricht.

Kapitel 3 zeigt die Übersicht der zentralen Arbeits- und Lernformen, die als Schwerpunkte durch die einzelnen Fachschaften ausgewählt und in der Lehrerkonferenz abgestimmt wurden. Dies muss im 2. Halbjahr 2011/12 erfolgen; zunächst stehen dort die Vorschläge der Projektgruppe. Durch die Auswahl von zentralen Methoden wird die Anzahl pro Jahrgangsstufe so beschränkt, dass nach der Einführung in einem Fach auch eine Vertiefung und Festigung in weiteren Fächern erfolgen kann.

Die einzelnen Methoden werden in Kapitel 4 erläutert. Hier finden die Lehrer Beschreibungen zu allen Methoden, die in Kapitel 3 aufgeführt sind. Gleichzeitig gibt es hier Anwendungsbeispiele für den Einsatz in einem bestimmten Fach. Kapitel 4 wird im 2. Halbjahr nach der Festlegung der Methoden vervollständigt. Weiter findet man hier auch Literaturhinweise für die eigene Recherche.

 

 

2.      Umsetzung des Methodenkonzepts

Die ausgewählten Methoden werden im ersten Halbjahr unterrichtsbegleitend eingeführt. Eine enge Anwendung und Verzahnung im und mit dem jeweiligen Fachunterricht ist hier von Vorteil. Die Methoden sind sowohl fächerübergreifend als auch teilweise auf bestimmte Fächer/Fächergruppen ausgerichtet. Sehr komplexe Methoden werden an Methodentagen eingeführt und erlernt.

Für die Einführung der Methoden im Unterricht sind den jeweiligen Methoden Leitfächer zugeordnet (siehe Übersicht in Kapitel 3). In den Leitfächern werden die Methoden eingeführt und stehen somit auch für andere Fächer zur Verfügung. Daher muss den Schülern deutlich werden, dass die jeweils eingeführte Methode auch für andere Fächer relevant ist. Für die Methodentage sind die Methoden den jeweiligen Jahrgangsstufen zugeordnet, sodass immer ein ganzer Jahrgang die gleiche(n) Methode(n) erlernt oder ggf. wiederholt.

In den jeweiligen Klassenbüchern sowie im Merkheft der Schüler werden die eingeführten Methoden vermerkt.

Die einzelnen Methoden können bei Bedarf auch schon früher bzw. von anderen Fächern eingeführt werden. In diesem Fall sollte der Fachlehrer des Leitfaches informiert werden, damit die Methode im Leitfach ggf. direkt wiederholt und gefestigt werden kann.

 

Folgende Merkmale sollen bei der Einführung der Methoden im Unterricht beachtet werden:

·         Die Fachlehrer der Leitfächer sind für die Einführung neuer Methoden verantwortlich.

·         Sind zwei oder mehr Leitfächer angegeben, müssen sich die Fachlehrer der jeweiligen Klasse zu Beginn des Schuljahres absprechen.

·         Die Einführung neuer Methoden und so auch deren Bereitstellung für andere Fächer sollen bis zum Ende des jeweiligen ersten Halbjahres abgeschlossen sein.

·         Eine Übersicht über die in der Klassenstufe zu erarbeitenden Methoden wird im Klassenbuch eingeklebt. Der Fachlehrer zeichnet dort ab, wenn die neue Methode eingeführt ist.

·         Alle Lehrer einer Klasse und insbesondere der Klassenlehrer werden durch die Übersicht im Klassenbuch über eingeführte Methoden informiert. Der Klassenlehrer hält bei fehlenden Methoden Rücksprache mit dem jeweiligen Fachlehrer.

·         Die Schüler tragen die erlernte Methode in ihren Methodenpass im Merkheft ein und lassen den Eintrag vom zuständigen Fachlehrer abzeichnen. Dadurch haben die Schüler eine Übersicht über die bereits erlernten Methoden.

·         Nach der Einführung einer Methode sollte auch unter Absprache aller Lehrer, die in einer Klasse unterrichten, das Erlernte im Rahmen von Wiederholungen und Vertiefungen im zweiten Halbjahr und in der weiteren Schulzeit immer wieder aufgefrischt und gefestigt werden.

 

Methodentage:

·         Ein Methodentag findet vorzugsweise am Tag der Halbjahreszeugnisse von 08:00 bis 12:30 Uhr statt. (anschl. Zeugnisausgabe)

Anzahl und Zeitpunkt weiterer Methodentage beschließt die Lehrerkonferenz im zweiten Halbjahr 2011/12

·         Neue Methoden können je nach Bedarf vom Klassenlehrer oder von Lehrern, die „Experten“ einer jeweiligen Methode sind, eingeführt werden.

·         Durch die Anwendung bereits erlernter Methoden kann die Methodenkompetenz der Schüler überprüft werden.

·         Die Koordinierung der Methodentage übernehmen Frau Nikolaidou und Herr Meßink.

 

Klasse

Methode

5

Gruppenarbeit (Ablauf, Rollenverteilung, Organisation, Bewertung,…)

Wh. der bereites erlernten Methoden

6

 

 

7

 

 

8

 

 

9

 

 

10

 

 

 

Die Lehrerkonferenz entscheidet über die Anzahl und den Inhalt der Methodentage.

 

 

 

3.      Übersicht des Methodenkonzepts

Klasse

Methode

Fach

Klasse

Methode

Fach

5

Einführungstage beim Klassenlehrer:

 

6

Zeitleiste lesen und erstellen

GE

 

Führen des Merkheftes

 



 

 

 

 


4 Corners

KU

 

Arbeiten mit dem Schulbuch

Alle


 

 

 

 

 


Lerntempoduett

M

 

Brainstorming / Mind Mapping

PK


 

 

 


 


Bildbeschreibung 

EK

 

Atlasarbeit

EK


 

 

 


 


Rollenspiel 

E

 

Think-Pair-Share

M


 

 

 


 


Standbild

PK

 

Lernplakate erstellen

BI


 

 

 


 


Portfolio 

GE

 

Einfache Präsentationsformen

BI


 

 

 


 


Note-Taking 

 D

 

Wörterbucharbeit

D


 

 

 


 


Steckbrief 

MU+

 

5-Schritt-Lesemethode

D


 

 BI

 


 


 

 

 

Konzept „Lernen lernen“

ED


Informationsbeschaffung (Internet, 

 D

 


 


Bücherei)


 


 


 

 

 


 


Konzept „Lernen lernen“ 

ED

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klasse

Methode

Fach

Klasse

Methode

Fach

7

Einführung in die Quellenarbeit

GE

8

Numbered Head 

M

 


 


 

 

 

Gruppenrallye

M


Partner- / Gruppenpuzzle

EK

 


 


 

 

 

Line-Up

PK


Filmanalyse

GE

 


 


 

 

 

Einfache Auswertung einer Karikatur

SW


Referat 

D+E

 


 


 

 

 

Internetrecherche

E


Streitgespräch 

PK

 


 


 

 

 

Kurzreferate

PP+


Platzdeckchen (Placement) 

PP+

 


 Reli


 

 Reli

 

 

 


 

 

 

Experimentieren (Planung, Durch-

CH 


Power-Point / Internet 

EIF

 

führung, Auswertung)

 


 

 

 

 

 


 

 

 

Lernen durch Lehren

D


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klasse

Methode

Fach

Klasse

Methode

Fach

9

Class-Debate 

E

10

Wh. der erlernten Methoden mit 

Alle 

 


 


dem Schwerpunkt Präsentation

 

 

Schreibgespräch

MU


 

 

 


 


Gruppenpuzzle 

EK 

 

Pro-Kontra-Diskussion

SW


 

 

 


 


Fishbowl (Diskussionsführung)

PK 

 

Tipp-Karten anfertigen

M


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.      Erklärungen und Materialen zu den Methoden

Beispiel: Mathematik Klasse 5

Methode

Kurzbeschreibung/Funktion

+Vorteile/-Nachteile

Beispiele zur Anwendung

Partnerarbeit:

Lerntempoduett

Spezielle Partnerarbeit: SuS lernen nach individuellen Tempo und nach der Einzelarbeitsphase treffen sich Partner mit gleichem Tempo  zum Ergebnisvergleich/zur Besprechung. Schüler, die fertig sind, stellen sich hin und warten, bis ein anderer Schüler aufsteht, mit diesem arbeiten sie z.B. Ergebnisse durch.

·         Sicherung der Ergebnisse

·         Üben, Wiederholen

 

Think-Pair-Share

SuS denken über eine Antwort zu einer Frage nach (Thinkphase), besprechen sich mit einem Partner (Pairphase), teilen ihre Gedanken mit der Gruppe und dem Lehrer (Sharephase)

 

Partnerarbeit:

Murmelphase

Variation der Pairphase: die SuS flüstern zuerst über ein Thema oder eineFragestellung  mit ihrem Partner, so dass jeder seine Meinung schon einmal geäußert hat, um dann ruhiger in das Gruppengespräch zu gehen.

·         Abfragen von Regeln

 

 

5.      Fortbildungen

Die Fortbildungen richten sich nach dem Bedarf und den Wünschen des Kollegiums. Es können also Fortbildungen für das gesamte Kollegium oder auch für kleinere Gruppen stattfinden.  Diese Fortbildungen können sowohl intern („Experten“ aus dem Kollegium) als auch von externen Moderatoren durchgeführt werden.

 

6.      Evaluation

Durch die Übersichten über die eingeführten Methoden im Klassenbuch und Merkheft der einzelnen Schüler wird vom Klassenlehrer überprüft, ob alle Methoden im ersten Halbjahr eingeführt wurden. Bei fehlenden Methoden muss der Klassenlehrer Rücksprache mit dem Verantwortlichen halten.

Durch die ständige Anwendung der Methoden in allen Fächern und die Rücksprache unter den Lehrern wird gewährleistet, dass die Schüler am Ende eines Schuljahres die jeweiligen Methoden beherrschen.

Die Methodentage bieten die Möglichkeit, bereits erlernte Methoden anzuwenden und dadurch auch zu überprüfen, ob die Schüler die einzelnen Methoden anwenden können.

Der Klassenlehrer bestätigt den Schülern im Methodenpass (Merkheft) am Ende des Schuljahres oder nach einem Methodentag in Rücksprache mit den Kollegen, dass sie die jeweiligen Methoden eingeübt haben.